3D-Fernsehen – Kino für Zuhause

13. Dez

3D-Filme, die es eigentlich schon seit den 1950er Jahren im Kino gibt, haben in den letzten Jahren einen Revival-Boom auf der großen Leinwand gefeiert. Jetzt kommt die Technologie mit 3D-Fernsehern ins heimische Wohnzimmer.

LED 3D TV © Flickr / LGEPR

Seit Anfang 2010 existieren bereits digitale 3D-TV-Geräte der ersten Generation auf dem Markt. Diese funktionieren noch zum großen Teil in Verbindung mit einer Brille, die der Benutzer während des Fernsehens tragen muss. In naher Zukunft wird es jedoch auch Modelle geben, die ohne 3D-Brille funktionieren.

3D-Techniken

Ausgangspunkt der 3D-Entwicklung, die man wegen nachlassender Kinobesucherzahlen forcierte, war die sogenannte farbanaglyphe Raumprojektion, für die der betreffende Film mit zwei leicht versetzten Stereokameras aufgezeichnet wird. Die entstandenen Bilder – mit den menschlichen Augen entsprechenden verschiedenen Blickwinkeln – werden eingefärbt (rot bzw. grün) und zeitlich versetzt auf derselben Projektionsfläche wiedergegeben. Eine vom Zuschauer zu tragende Brille mit verschiedenfarbigen Gläsern dient als Filter, sodass durch die pro Auge wahrgenommenen Einzelbilderstrecken im Gehirn zu einem 3D-Bild zusammengesetzt werden.

Andere Technologien sind beispielsweise das Polarisations- oder das modernere Shutterverfahren, die jedoch ebenfalls auf der perspektivischen Verschiebung mittels Augenfiltersystemen basieren (polarisiertes Licht und metallisierte Leinwände bzw. LCD-Gläser mit Flüssigkristallen).

3D-Fernsehen ohne Brille

Fernsehmodelle mit diesen Verfahren exisitieren ebenfalls. Doch zukünftig wird das 3D-Erlebnis zu Hause auch ohne Brille möglich sein. Einge Hersteller versehen ihre 3D-Monitore mit Mikroprismen, die ähnlich wie Wackelbilder funktionieren und deshalb Stillsitzen erfordern.

Neuere LCD-Fernseher ermöglichen 3D-TV mithilfe eines Flüssigkritallbildschirms – dem autostereokopischen Display, oder auch Single-User-Display. Hierbei stellen konvex geformte vertikale Streifen das Bild durch eine Rundprismenscheibe für den Betrachter dreidimensional dar. Die Augenbewegung des Zuschauers sowie dessen Entfernung vom Bildschirm wird dabei ständig von einem Eye-Tracking-System, überwacht, welches die Bildprojektion permanent den Daten anpasst.Similar Posts: