Der Tablet PC – Hybrid zwischen Smartphone und Notebook
Tablets sind Smartphone-Notebook-Hybride, die über Touchscreens gesteuert und hauptsächlich zum Konsum digitaler Medien genutzt werden. Ein boomender Markt, in dem Apple’s iPad (noch) konkurrenzlos scheint.
Erst im Frühjahr 2010 brachte der US-Computerhersteller Apple das iPad auf den Markt und schon im nächsten Quartal übertrafen die Verkaufszahlen des Tablet Computers die der Desktop-Macs, obwohl diese ebenfalls einen neuen Verkaufsrekord aufstellten. Die Nachfrage für diese Gerätegattung (Tablet: engl. Schreibtafel / Notitzblock) ist laut Branchenverband BITKOM auch in Deutschland vorhanden und sogar enorm. Kein Wunder, dass mehrere Hersteller wie Samsung oder HTC dabei sind, auf den mit Volldampf anfahrenden Zug aufzuspringen. Fragt sich, wie lange Apple, das momentan noch klar Marktführer ist, die Spitzenposition noch verteidigen kann.
Allrounder mit Slate-Design und Touchscreen
Die ersten Geräte der Tablet-PC-Gattung wurden noch mit einem speziellen Stift bedient (von Organizern bekannt), der bei den neueren Tablets durch die Finger des Benutzers ersetzt wird. Diese Multi-Touch-Steuerung, die Apple-Nutzern bereits vom iPhone bekannt ist, ermöglicht verschiedene Befehle je nach Position und Anzahl der steuernden Finger. Allerdings leiden unter dieser Art der Bedienung auch die Funktionen, die der Nutzer einfach anwenden kann, denn zu kreativen Aufgaben (Zeichnen, Schreiben, Konstruieren) eignen sich Tablets, bei denen eine Touch-Tastatur nur bei Bedarf eingeblendet wird, nicht. Doch das ist durchaus Absicht. Schließlich sind die kleinen Allrounder nicht für komplexe Arbeiten am Schreibtisch entwickelt worden, sondern fürs schnelle und einfache browsen und Medienkonsum von unterwegs gedacht.
Apps für Tablets boomen – Tageszeitungen und Magazine führen
Viele Insider, so zum Beispiel auch Springer-Chef Mathias Döpfner, sehen in den tragbaren Geräten übertrieben formuliert den Tod traditioneller Printmedien. Fakt ist: Zeitungen und Zeitschriften werden zunehmend mobil und digital (per Smartphone, Tablet oder Laptop) konsumiert. Viele Printmedien haben auf diesen Trend reagiert und sind bereits mit eigenen Apps – den entsprechenden, auf spezifische Tätigkeiten zugeschnittenen Anwendungsprogrammen für diese Geräteklassen – am Markt vertreten. Apps für den Konsum von Zeitungen und Magazinen gehören gleich nach dem Surfen auf Webseiten zu den Lieblingsspielzeugen der Kunden.
Samsung, HTC, Acer und Co. wollen ein Stück vom Kuchen
Noch dominiert Apple mit ca. 95 Prozent und knapp 8 Millionen verkauften iPads den Weltmarkt. Nachdem sich der deutsche Hersteller Neofonie mit seinem zunächst vielversprechenden WeTab (Verkaufsstart: September) aufgrund von Lieferschwierigkeiten, unausgereifter Software und nicht zuletzt wegen des PR-Gaus von Neofonie-Chef von Ankershoffen (der bei Amazon WeTab-Produktbewertungen fälschte) in die Nesseln setzte, kann momentan nur Samsungs Galaxy Tab dem Apple-Produkt die Stirn bieten. Seit dem Verkaufsstart (Mitte Oktober) gingen bereits 600.000 Geräte über den Ladentisch. Das Galaxy Tab, das mit Googles Betriebssystem Android läuft, ist dem iPad in einigen Punkten gar überlegen. So verfügt es im Gegensatz zum Apple-Produkt etwa über (sogar zwei) Kamera sowie die Möglichkeit zu telefonieren und Daten per USB transferieren – ist dafür jedoch auch deutlich teurer.
Auch der zweitgrößte Computerhersteller Acer sowie der taiwanesiche Konzern HTC, Blackberry-Produzent RIM und der US-Technologiekonzern HP stecken mitten in der Entwicklung eigener Tablet PCs. Spannend wird sein, zu sehen, wie sich der Markt nach der Einführung dieser Geräte entwickelt.
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Schöner, detaillierter Artikel!
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob die Tablets wirklich den Print ablösen. Ich denke, dass es vielen Lesern nicht nur um die reine Informationsaufnahme geht, sondern auch um den Moment, den man sich dem Lesen von Nachrichten widmet. Und da hat der Print eben ein ganz bestimmtes Flair, was sehr viele sehr zu schätzen wissen. Aber spannend ist der Prozess in jedem Fall. Was ich ebenfalls sehr spannend finde, ist die Entwicklung zwischen Notebook, Netbook und Tablet. Die Technologie der Tablets wird sich natürlich immer weiter werden und auch die Anwendungen werden komplexer und vor allem mehr werden. Fragt sich, ob die Tablet da nicht irgendwann an den anderen Geräten vorbeiziehen. Spannend, spannend
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