OLED-Technologie: Flexible, ultra-dünne Farb-Displays und biegbare Folien-Bildschirme

Die Zukunft rückt näher – Niedermolekulare organische Leucht-Dioden (OLED) machen es möglich: Zeitung lesen auf einem biegsamen Tablet und flexible Fernseher mit aus- und reinrollbarem Screen kommen bald auf den Markt.

Biegsames Handy mit OLED © flickr jeffmcneill

Ginge es nach dem Samsung Chef, hätten wir in fünf Jahren alle standardmäßig einen Fernseher mit OLED-Technologie zu Hause stehen. Doch ob die neue Technologie den noch nicht ganz gealterten LCD-Flachbild-Fernseher tatsächlich so schnell ablösen wird, steht in den Sternen.

Denn noch sind die außergalaktischen, niedermolekularen Geräte unbezahlbar und zudem müssen sie noch mit sehr weltlichen Problemen kämpfen: Der Sterblichkeit der organischen Leucht-Dioden.

Flexibilität mit OLED-Displays bald keine Zukunftsmusik mehr

OLED steht für Organic Light Emitting Diode: organische Leuchtdiode. Die Technik ist für jegliche Art von Bildschirm einsetzbar, ob beim Fernseher, Smartphone mit Touchscreen, der Fotokamera, als Tastatur, beim Computer oder der Zimmerbeleuchtung. Besonders interessant macht den OLED-Display seine Biegsamkeit.

Dank halbleiterbasierender Bauelemente sind die Bildschirme in der Lage, selbst Licht auszusenden. Um Verlusten in den elektrischen Leitungen entgegenzuwirken, verwenden größere Bildschirme Aktivmatrizen: AMOLED bedeutet Active Matrix und OLED.

Jeder Pixel wird über seinen eigenen Transistor angesteuert, was dazu führt, dass sich die Bilder schneller aufbauen und Energie gespart werden kann. Besonders Mobilfunkgeräte und Tablets nutzen bereits die Vorteile von AMOLED- und Super-AMOLED-Displays.

Technik, die begeistert: Was hat OLED, was LCD nicht hat?

Fernseher mit OLED-Bildschirm © flickr LGEPR

  • Kontrastverhältnis: Ähnlich wie bei Plasma-Bildschirmen ist beim OLED keine Hintergrundbeleuchtung nötig, was das Kontrastverhältnis bis ins Unendliche perfektioniert. Kein Restlicht führt im Gegensatz zum LCD zu absolut leuchtenden Farben und das ohne Polarisationsfilter. Jedoch ist die effektive Auflösung geringer als bei LCD-Displays.
  • Flach und effizient: Nicht nur, dass der Display noch flacher ist, macht ihn für mobile Geräte besonders interessant, sondern auch seine aktive Energieeffizienz, d.h. weniger Akkuverbrauch bei besserer Bildqualität auf einem ultra flachen Display.
  • Geschwindigkeit: Die äußerst kurze Schaltgeschwindigkeit von wenigen Mikrosekunden führt zu einer perfekten Darstellung selbst schneller Bilder. Die Reaktionszeit ist etwa 200 mal schneller als bei LCD-Panels.
  • Blickwinkelstabilität: Ein großer Pluspunkt für die OLED-Displays ist ihre konstante Bildqualität, egal aus welchem Winkel man auf den Bildschirm schaut und egal wie und von wo Licht darauf fällt.
  • Flexibilität: Das biegsame Material ermöglicht völlig neue Verwendungen. Egal auf welchem Untergrund kann man ein OLED-Display biegen und aufrollen, ohne dass es splittert oder reisst.

Nachteil: Verfallsdatum der OLED-Displays

Die vorerst einzige Schattenseite der neuen OLED-Technologie ist das Verfallsdatum seiner organischen Leuchtdioden. Denn wie jede organische Substanz haben die Dioden mit dem Luftsauerstoff und Feuchtigkeit zu kämpfen.

Jedoch ist die Verringerung der Leuchtkraft mit steigender Nutzungsdauer erst ab 100.000 Betriebsstunden zu erwarten. Problematischer könnte außerdem werden, dass die Subpixel nicht gleich schnell altern, was nach langer Nutzung zu Farbstichen führen kann.

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Yakut schreibt
am 27. April 2011 um 16:03 Uhr

Ich habe einen Blog wo ich ausschliesslich über die OLED schreibe. Ich mach das aus Leidenschaft und nicht kommerziell. Die OLED Technologie wird den Alltag in der Zukunft dominieren, so scheint es zumindest.

Vielleicht kannst du ja mein Blog besuchen, kommentieren und einige Kritiken ausüben.

Danke Voraus

MbG

Yakut

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Davio schreibt
am 28. Juli 2011 um 07:50 Uhr

OLED? Find ich einfach Klasse! Ich hoffe das wir spätestens in 10 Jahren standardmäßig mit OLED Technischen Geräten unseren Alltag bereichern und auch erleichtern werden.
Einen Durchsichtigen Lithium-Ionen-Akku ist bereits entwickelt worden.
Stelle sich einer mal die Tablet’s der Zukfunft vor. Biegbar, Engeriesparend und halb – ganz durchsichtig.

mfg

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